Skitour - natürlich mit ÖV!

Mit dem öffentlichen Verkehr in die Berge zu fahren, gehört für uns zur Skitour dazu; wir sind darin eingeübt in Zügen, Bussen, in Alpentaxis unterwegs zu sein, sei es in einer Gruppengröße von sieben oder zwanzig Personen. Wir tun dies, weil wir nicht dazu beitragen wollen, die klare Luft der Berge zu verpesten und den knappen Platz in den Tälern durch Autos zu beanspruchen.
Dass die Anreise der Knackpunkt umweltverträglichen Alpinismus ist, zeigt die Tatsache, dass die PKW-Reise des Bergtouristen 30-35 mal mehr Energie als seine Hüttenübernachtung (Helitransport eingeschlossen) verbraucht! Angesichts des Verhältnisess von 400 kWh Reise- zu 12 kWh Hüttenenergieverbrauch, berechnet für eine Person und pro Tag, mutet manch´ teure Energieeinsparung auf Hütten geradezu als Makulatur an.

Wenn wir mit dem Zug fahren, dann bringen wir indes der Umwelt zuliebe kein Opfer, es ist auch schöner und vorteilhafter. Wer sich einmal darauf eingelassen hat, mit der Bahn zu fahren, entdeckt, wieviel mehr er/sie von der Fahrt hat: an Geselligkeit und Austausch; an Kennenlernen von anderen Skitourengehern; an Bewegungsraum; an Ruhe zur Vorbereitung auf die Tour; an Blicken und Gedanken; an Scherzen und Lachen; an gemeinsamen Vor- und Nachbesprechungen... Vorallem aber: Welch´ ein Vorteil, nicht an den Parkplatzstandort des Autos gebunden zu sein, sondern seine Tour frei nach den besten Berg- und Wetterseiten der Natur ausrichten zu können!
Seid ihr schon mal von der Rotondohütte via Pizzo Pesciora nach Ronco im Bedrettotal nach Süden abgefahren, 400 Höhenmeter länger als vom Stotzigen Firsten nach Realp? Oder seid ihr schon mal auf dem Rifugio Miryam gewesen, seid via Domodossola durchs Val Formazza angereist und habt mit einer Abfahrt ins Binntal nach Norden die Tourenwoche beendet? Ihr hättet bei guten Verhältnissen auch die gewaltige lange Abfahrt nach Reckingen (1617m) im Goms via Blinnenhorn (3374m) machen können. Solche Tourenpläne schmiedet, wer mit dem Zug unterwegs ist, weil sie mit dem Auto zu umständlich wären.

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